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Trance und Hypnose

Was ist das eigentlich?

 

Jeder von uns war schon in Zuständen, die wir weniger als „normales“ Bewusstsein bezeichnen würden.

Jeder von uns kennt solche Zustände aus dem Alltag.

  • Wir sind auf dem nach Hause Weg und ganz in unseren Gedanken versunken. Und schon sind wir zuhause und denken, das ging ja schnell.

  • Wir stehen an der roten Ampel und verpassen bei Grün los zu fahren, weil wir ganz in Gedanken sind

  • Wir sprechen unser Kind inmitten seines Spiels oder einer Lieblingssendung an, es wird uns nicht hören und gar später behaupten wir hätten gar nicht mit ihm gesprochen

  • Wir sitzen vor einem Lagerfeuer oder einer Kerze und schauen in die Flamme

 

Das alles sind Zustände, in denen wir mit unserem Unbewussten verbunden sind. Ein sogenannter Trancezustand.

 

Wie können wir uns diesen Zustand zu Nutze machen und wie können wir bewusst in diesen unbewussten Zustand gelangen. Wie können wir entdecken, welche Möglichkeiten unser Unbewusstes für uns bereithält. Mit solchen Fragen haben sich auch Wissenschaftler* beschäftigt.

 

Und sie haben entdeckt, dass wir über den Prozess der Hypnose, also mit geeigneter Sprache und Handlungen, den Zustand ändern können. In diesem veränderten Zustand kann uns unser Unbewusstes als Helfer dienen. So ist also der Trancezustand das Ergebnis des Prozesses der Hypnose.

 

Hypnose passiert tagtäglich, jeder einzelne von uns führt sie aus. Selbsthypnose so wie auch an unserem Gegenüber. Meist auf unbewusster Ebene.

Wenn alle Eltern, Erzieher, Ärzte und Pfleger, um mal Beispiel-Bereiche zu erwähnen, eine größere Bewusstheit über ihre Sprache und deren Wirkung entwickeln würden und diese achtsamer nutzen würden, wäre unsere Welt schon etwas glücklicher und gesünder.

 

Kommt dein Kind mit einem „Kunstwerk“ vom Kindergarten oder von der Schule und du sagst: „Was ist das denn für Krizel-Krazel?“ oder „Da hättest du dich auch ein bisschen mehr anstrengen können, das hast du schon mal besser gemacht“. Sind das einfache Worte, doch mit einer großen Wirkung auf das Unterbewusstsein unserer Kinder. Bist du dir über deine Sprache und deren Wirkungsweise bewusst, wirst du eher Worte wählen wie „Was hast du denn da Schönes gemalt?“ Dein Kind wird es dir freudig und voller Stolz erzählen, ist motiviert und wird mit Freude sein nächstes und nächstes Kunstwerk fertigen. Ganz von alleine und mit Leichtigkeit wird es selbstständig üben und von Mal zu Mal besser werden.

Feuer

Ärzte können nicht versichern, wie ein Heilungsprozess jedes einzelnen Patienten verläuft. Sie können keine Heilversprechen geben, auf der anderen Seite sollten sie dann auch keine Äußerungen nutzen wie „schwere und langwierige Heilprozesse“, oder gar das Wort „unheilbar“ aussprechen. Auch das sind Suggestionen an unser Unterbewusstsein.

 

Schauen wir uns doch alle selbst einmal an. Wie oft sagen wir zu uns unachtsam gewählte Worte und sind uns deren Wirkung nicht bewusst. Jeder von uns kennt wohl Aussagen wie „Oh man, bin ich blöd“ oder „Typisch…“ bei dem Bewusstwerden von Fehlern oder wenn wir etwas vergessen haben.

Oder wir schauen uns morgens im Spiegel an und ganz von alleine kommen unsere Gedanken ins Rollen… Doch was suggerieren wir da eigentlich unserem Unterbewusstsein.

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Was wäre, wenn jeder von uns mehr Achtsamkeit in seine Sprache bringt und seine Worte weise wählt…

 

Dann wäre unsere Welt etwas fröhlicher, etwas glücklicher, etwas gesünder.

Indem ich Hypnose anwende, meine Worte bewusst und achtsam wähle, mache ich meine Welt und die meiner Mitmenschen etwas heller, etwas bunter, etwas leichter.

 

 

 

*Ergänzende Fakten zu den Wissenschaftlern:

 

Anton Messmer hat diesen Zustand nutzen können, um vollkommen schmerzfrei zu operieren, als die Nachlieferung von Narkosemittel in dritte Welt Länder ausblieb.

 

Dave Elman hat eine Methode entwickelt, Zahnarztpatienten mithilfe der Hypnose innerhalb weniger Minuten in einen Trancezustand zu bringen, der komplett Unempfindlich gegen Schmerzen macht. Vor allem nützlich für Patienten mit Unverträglichkeiten von Narkosemittel.

 

Milton H. Erickson hat herausgefunden, dass mit der Art und Weise, wie er Sprache anwendet, durch die Tiefe seiner Suggestionen, er eine langfristig psychotherapeutische Wirkung erreichen kann. Somit waren durch eine einzige Sitzung auf einmal Veränderungen möglich, die zuvor nur durch langjährige Psychotherapie erreicht wurde.

Was wäre, wenn wir uns bei einem vermeintlichen Fehltritt sagen, „Hm, daraus kann ich lernen“. Was wäre, wenn wir unserem Spiegelbild morgens ein verschlafenes „Gute-Morgen-Lächeln“ schenken, uns duschen und fertig machen, dann nochmals einen Blick in den Spiegel werfen und zu unserem Spiegelbild sagen „Oh man, siehst du heute wieder toll aus!“ 😊 😊 😊 Ruhig ein bisschen übertrieben und gerne dabei lachen 😊

Haarschnitt lächelt
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